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Presseerklärung von Leube zu den aktuellen Vorgängen in Kärnten!

Aktuelle Presseaussendungen

Vergleich der neuen Ofenanlage DO3 und dem neu errichteten Ofenfilter
mit den bis 2010 betriebenen Anlagen DO1 und DO2 >> hier pdf download



Jahresbericht 2017 (Auszug)


1. Einleitung

Dieser Bericht kommt der Pflicht des Zementwerkes LEUBE nach, jährlich einen Überblick über die den Bürgerbeirat betreffenden Tätigkeiten des Zementwerkes zu geben. Die dargestellten Werte basieren auf Daten des Zementwerkes LEUBE (INPUT-Analysen, Brennstoffmengen) bzw. sind Ergebnis der kontinuierlichen
Aufzeichnung der Emissionsmessgeräte. Bewertet werden die Messergebnisse der eingesetzten Ersatzbrennstoffe (EBS) und die Emissionsmessungen des Drehofens 3. Die Ergebnisse der INPUT-Analysen wurden nach den aktuellen Vorschriften der Abfallverbrennungsverordnung (AVV, BGBl. II Nr. 389/2002) bzw. den Vorgaben des BB Gartenau bewertet.
Zur leichteren Lesbarkeit der Daten wurden die Ergebnisse in den einzelnen Tabellen mathematisch gerundet dargestellt. Ebenfalls wird auch der Verlauf der Emissionen seit Beginn des Bürgerbeirates betrachtet, um einen Überblick über die Entwicklung etwaiger Zuoder Abnahmen von Emissionen zu geben.


2. Betriebszeiten 2017

IIm Jahr 2017 erfolgte die gesamte Produktion mit dem Drehofen DO3. Die Betriebszeiten des DO3 für die Ofenreise 2017 sind in Tab. 1 dargestellt. Insgesamt wurde die Anlage 6.275 Stunden betrieben.



3. Ersatzbrennstoffe

3.1 BRENNSTOFFMENGEN

Während des Produktionsjahres 2017 wurden rund 72.124 t Brennstoffe für die Erzeugung von Zementklinker verfeuert, was einer jährlichen Energiemenge von rund 1.399 Terajoule entspricht. Die Brennstoffmenge setzt sich aus rund 14.509 t Regel- und 57.615 t Ersatzbrennstoffen zusammen.



Die in Abb. 1 dargestellte Substitutionsrate für das Produktionsjahr
2017 beträgt 77 %. Das bedeutet, dass 23 % der notwendigen Energie zur Erzeugung von Klinker
durch Regel- und 77 % durch Ersatzbrennstoffe bereitgestellt wurde. Die mit dem Drehofen 3 in den letzten Jahren erreichte Substitutionsrate liegt im nationalen wie im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau.


3.2 ANALYSEN KUNSTSTOFFE

3.2.1 Beurteilungsregime

Zur Beurteilung der Schwermetallgehalte in den Inputmaterialien sind der Median und das 80%-Perzentil, jeweils bezogen auf den Energieinhalt (in MJ), heranzuziehen (§6a AVV – Anlage 8). Median und 80%-Perzentil werden aus den jeweils letzten 10 Untersuchungsergebnissen berechnet und bilden somit die Beurteilungswerte. Die Grenzwerte gelten dann als eingehalten, wenn die Beurteilungswerte den jeweiligen Grenzwert nicht überschreiten. Die Einhaltung der Grenzwerte muss nach jeder Untersuchung eines Loses (max. 1.500 t Ersatzbrennstoffe) überprüft werden. Details der sehr komplexen Regelungen können der aktuellen AVV entnommen werden.

3.2.2 Losproben Kunststoffe

Kunststoffe werden im Ofensystem an zwei Stellen aufgegeben, nämlich primärseitig am Hauptbrenner und sekundärseitig über die Brennkammer bzw. den Kalzinator. Die Probenahme erfolgt bei jeder LKWAnlieferung jeweils über einen automatischen Probenehmer.

Von den angelieferten Kunststoffen wurden im Jahr 2017 insgesamt 39 Mischproben (sog. Lose) erstellt, die auf Chrom, Cadmium, Blei, Antimon, Arsen, Kobalt, Nickel, Quecksilber und Thallium untersucht wurden. Die Schwermetallgehalte im Kunststoff wurden nach den aktuellen Grenzwertfestlegungen der Vereinbarung überprüft.


3.2.2.1 Chrom

Die Chromgehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen am Hauptbrenner und beim Kalzinator sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.




3.2.2.2 Blei

Die Bleigehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.




3.2.2.3 Cadmium

Die Cadmiumgehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.
.



3.2.2.4 Antimon

Die Antimongehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.




3.2.2.5 Arsen

Die Arsengehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen am Hauptbrenner und beim Kalzinator sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.




3.2.2.6 Kobalt

Die Kobaltgehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.





3.2.2.7 Nickel

Die Nickelgehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.



3.2.2.8 Quecksilber

Die Quecksilbergehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.





3.2.2.9 Thallium

Die Thalliumgehalte der im Jahr 2017 eingesetzten Kunststoffe liegen sowohl hinsichtlich der Mediane als auch hinsichtlich der 80%-Perzentilwerte zur Gänze unter den Grenzwerten.



4. EMISSIONEN

4.1 STICKOXIDE

Das Jahresmittel der Stickoxidemissionen für den DO3 ist mit rund 291 mg/m3 geringfügig über dem Wert vom Vorjahr (284 mg/m3). Der Zielwert des Bürgerbeirates von 300 mg/m3 wurde eingehalten.





4.2 STAUB

Das Jahresmittel der Staubemissionen liegt für das Produktionsjahr 2017 bei rund 2,7 mg/m3 und liegt damit über dem Wert, der 2015 gemessen wurde. Der Zielwert von 5 mg/m3 konnte erreicht werden.







4.3 SCHWEFEL

Das Jahresmittel für Schwefel beträgt 29 mg/m3 und liegt somit unter dem Wert vom Vorjahr (37 mg/m3). Der BBR-Grenzwert von 50 mg/m3 wurde deutlich unterschritten.






4.4 GESAMTKOHLENSTOFF (TOC)

Die Emission von organischem Kohlenstoff lag beim DO3 im Jahresmittel bei rund 35 mg/m3. Dieser Wert liegt unter dem Vorjahreswert (46 mg/m3), der in der Vereinbarung festgeschriebene Grenzwert von 50 mg/ m3 wurde eingehalten.






4.5 KOHLENMONOXID

Die Emission von Kohlenmonoxid lag mit rund 1.218 mg/m3 über dem gemessenen Wert des Vorjahres (857 mg/m3). Für Kohlenmonoxid sind mit dem Bürgerbeirat keine Grenzwerte vereinbart und es bestehen auch keine gesetzlichen Grenzwerte.







5. Zusammenfassende Darstellung

5.1 EINSATZMENGEN UND ANALYSENERGEBNISSE

Zusammenfassend lassen sich folgende wesentliche
Punkte darstellen:


5.2 BEURTEILUNG DER EMISSIONEN

Das Jahresmittel der Stickoxidemissionskonzentrationen für den DO3 liegt mit 291 mg/m3 unter dem vereinbarten Grenzwert von 350 mg/Nm3 und auch unter dem Zielwert von 300 mg/Nm3.

Das Jahresmittel der Staubemissionskonzentrationen
liegt mit 3 mg/m3 ebenfalls unter dem vereinbarten
Zielwert von 5 mg/m3 und damit auch unter dem BBR Grenzwert.

Der Jahresmittelwert der Emissionskonzentration für
Schwefel liegt mit 29 mg/Nm3 deutlich unter dem 2015
neu vereinbarten BBR-Grenzwert von 50 mg/Nm3.

Die Emissionskonzentration von organischem Kohlenstoff
liegt mit 35 mg/m3 unter dem vereinbarten Grenzwert
von 50 mg/m3.

Die Emissionskonzentration von Kohlenmonoxid liegt
bei 1.218 mg/Nm3. Für Kohlenmonoxid ist kein Grenzwert
festgelegt.


6. Rückblick und Ausblick

IIm Betriebsjahr 2017 wurde wie in den Vorjahren ausschließlich der Drehofen 3 betrieben. Dabei wurden keine neuen Brennstoffe eingesetzt, als Ersatzbrennstoffe kamen neben den primären Brennstoffen nur Kunststoffe und Altreifen zum Einsatz. Die durchschnittliche Produktionsmenge des Drehofens lag geringfügig über den vorangehenden Jahren im mittleren Leistungsbereich der Anlage.
Eine signifikante Verbesserung der Luftschadstoffemissionen gegenüber den Vorjahren konnte aufgrund der Rahmenbedingungen nicht erzielt werden, jedoch liegen auch im Betriebsjahr 2017 wesentliche Kennwerte wie Energieverbrauch, spezifisches Abluftvolumen, Staubemissionen und NOx-Emissionen im nationalen wie internationalen Vergleich bei hervorragenden Werten.

LEUBE hält die Betriebsanlagen entsprechend dem Firmenleitbild immer am besten verfügbaren Stand der Technik, alle Emissionen aus den Anlagen am Standort unterschreiten die bestehenden Grenzwerte. Im Jahr 2018 plant LEUBE einen weiteren wesentlichen Schritt zur Minimierung der Emissionen aus der Klinkerproduktionsanlage, der über den Stand der Technik und die gesetzlichen Anforderungen hinaus geht: Leube wird ergänzend zu den bestehenden Luftreinhaltemaßnahmen eine sog. DECONOX-Anlage für den Drehofen 3 errichten. Diese Anlage vereint die Wirkprinzipien einer Nachverbrennungsanlage (RTO) sowie eines Reinluftkatalysators (SCR) und wird die Emissionen von organischen Anteilen und Kohlenmonoxid sowie NOx in der Abluft der Zementklinkerproduktion signifikant verringern. Eine Veränderung der Produktqualität wird mit der neuen Anlage nicht angestrebt, eine Steigerung der Produktionsleistung des Drehofens ist durch das Projekt nicht gegeben. Die Inbetriebnahme ist für 2019 geplant. Neben dieser Großinvestition werden auch die seit Jahren laufenden Maßnahmen zur Optimierung bzw. kontinuierlichen Verbesserung der Anlagen weiter fortgesetzt. Dies beinhaltet beispielsweise den Austausch des seit 20 Jahren in Betrieb befindlichen Reifenshredders durch ein neues Aggregat.






Bilder aus der Jubiläumssitzung Mai 2016



Bilder von der Besprechung am 23. 10. 2003:
<< Herr Dipl.Ing. Konrad und
Herr Dipl.Ing Kranabitl
Herr Mag. Zrost,
Herr Ing. Krall und
Frau Dr. Peer>>
<<Frau Prosser,
Herr Ing. Gekle,
Herr Dipl.Ing. Konrad und
Herr Dipl.Ing. Kranabitl
Herr Mag. Zrost,
Herr Ing. Krall und
Frau Dr. Peer>>
<< Herr Dr. Schnellhorn,
Herr Peter Hüttinger
Herr Dipl.Ing. Jaritz
Herr Gorbach, Mittler >>